Golfschwung Driver

Abschlag Driver – Als Anfänger besser nicht

Jeder Golfspieler möchte seinen ersten Schlag auf einem PAR 4 oder PAR 5 so weit wie möglich schlagen. Der Golfanfänger spielt in den ersten Jahren mit Eisen und schlägt zuerst mit einem Eisen 7 ab. Die Schläge werden besser und ein längeres Eisen wird zum Mittel der Wahl. Nach dem Eisen 5 traut man sich dann vielleicht an ein Holz 3.

Wie dem auch sei. Der Golfer stellt schnell fest, dass auch die Streuung mit der Weite zunimmt. Ein guter Wert für die Streuung sind 10 Prozent der Schlaglänge. Spielt der Anfänger einen Ball mit dem Eisen 7 und erreicht 100 m, darf der Ball maximal 10 m  links oder rechts von seinem avisierten Zielpunkt liegen. Auf den meisten Golfplätzen befindet sich der Ball dann auf dem Fairway und die Welt ist in Ordnung.

Golf Abschlag und der Slice

Beim Abschlag wird der erste Ball einer Bahn ins Spiel gebracht und meistens vom Tee gespielt. Hierbei lastet ein gewisser Druck auf dem Spieler. Er möchte seinen Ball auf dem Fairway platzieren und nicht ins Rough oder ins Aus schlagen. Nur zu oft entsteht hier der gefürchteteste Schlag – der Slice.

Der Slice ist wahrscheinlich die häufigste Flugkurve beim Golf. Bei einer Schwungebene von außen nach innen mit geöffnetem Schlägerblatt entsteht zwangsläufig ein links startender Ball, der nach rechts abdreht. Hier entsteht ein enormer Längenverlust und sehr oft auch ein Ballverlust im Aus.

Hier ein Beispiel:

Bei einem gerade geschlagenen Ball auf dieser Schwungebene (5° von außen nach innen-Schlägerblatt 90 ° zur Schwungebene) mit einer Ballfluglänge von 100 m bedeutet das eine Abweichung von 8,75 m (links) zum Ziel. Bei einem 200 m Schlag beträgt die Abweichung schon 17,50 m.

Die Stellung des Schlägerblatts im Treffmoment verändert bei einer solchen Schwungbahn die Flugkurve des Balles. Ist die Schlagfläche geöffnet, startet der Ball links und kurvt nach rechts. Ist die Schlagfläche geschlossen, startet der Ball links und kurvt noch mehr nach links. Je nachdem wie breit die Golfbahn und das Fairway ist, verliert man seinen Ball oder muss ihn aus dem Rough spielen.

Durch das Training mit GOSWO Basic und GOSWO Outside wird der Schwung immer gerader und die Abweichung zum Ziel immer geringer. – Garantiert.

Golf Abschlag mit Eisen 7
Golf Abschlag mit Holz 3

Longest Drive – trainieren mit GOSWO?

Wir haben über facebook und Instagram einige Anfragen bekommen, ob sich GOSWO auch als Golfschwung Trainingsgerät für das Longest Drive-Training eignet. Da wir keine Ahnung von diesem eher kleinen Golfsegment hatten, fragten wir bei den Profis von Punchline-Golf nach. Ich besuchte Martin Borgmeier, erfolgreichster Longest Drive Spieler Deutschlands in der Trainingslocation von Punchline Golf in Baierbrunn. Nach einer Kurzpräsentation von GOSWO erzählte Martin mir etwas mehr über Longest Drive und einen nur bedingten Nutzen für ein Longest Drive Training.

Zu den Unterschieden: Der Standard Driver hat eine Länge von 45 Zoll. Ein Driver für Longest Drive hat natürlich die maximal zulässige Länge von 48 Zoll und mit maximalem Radius die größt mögliche Schlägerkopfgeschwindigkeit zu erzeugen. Hier geht es um Weite, das heißt es geht nur mit Kraft und der richtigen Technik zur Krafterzeugung.

Der Golfschwung im Longest Drive sieht im ersten Moment nicht viel anders aus, als ein normaler Driverschwung. Natürlich ist hier nur der Bewegungsablauf gemeint. Doch die Unterschiede werden erst nach mehreren gesehenen Schwüngen deutlicher. Im Aufschwung wird bis Anschlag aufgedreht, um ein Maximum an „Ausholweg“ für den Golfschwung zu generieren. Hier ist also mehr Drehung/Rotation gefordert. Die Kraft muss nun in Schlägerkopfgeschwindigkeit umgesetzt werden. Beim Rückschwung werden alle Kraftreserven auf einen korrekten Schwungpfad gebracht. Aber damit nicht genug. Der Ball muss auch noch möglichst gerade fliegen.  Er muss in einem kanpp 55m breiten Bereich  zum Liegen kommen. Bei einer Länge von >350m ist das ein sehr, sehr schmaler Streifen.  Wenn der Schlägerkopf mit einem Maximum an Kraft beschleunigt wurde, sieht das Finish natürlich auch anders aus. Durch die Fliehkraft des Schlägers bleibt der Spieler nicht immer in einer für uns gewöhnlichen Endstellung der Füße. Es entsteht ein Abheben der Füße, was wie ein Hüpfen aussieht.

Der Ball wird beim Longest Drive auch höher aufgeteet. Der Loft bei einem durchschnittlichen Driver liegt bei 10,5°, hier sind es nur zwischen 4 und 6 °. Im Longest Drive ist alles auf „extrem“ getrimmt und alles im Grenzbereich. Hier gibt es spezielle Golfschuhe für Longest Drive, spezielle Schlägerschäfte und Schlägerköpfe. Bei normalen Schlägerköpfen entstehen Dellen in der Schlagfläche – irre. – Hier gibt es doch so viele Unterschiede.

Aber nun zu GOSWO:

Zum Training der Fundamentals wie Schwungebene, Bewegungsablauf im Aufschwung etc. wäre GOSWO sicherlich geeignet. Die durchschnittliche Schlägerkopfgeschwindigkeit eines Club-Golfers liegt bei ca. 140 km/h. Jedoch beim kompletten Schwung erreichen die Jungs eine Schlägerkopfgeschwindigkeit von >240 km/h! Und dann durch einen Korridor? Besser nicht!

Bei einer derart hohen Schlägerkopfgeschwindigkeit ist GOSWO als Korridor nicht empfehlenswert – vielleicht sogar gefährlich. Vielen Dank nochmal an Martin Borgmeier für das interessante Gespräch.

GOSWO bei Punchline Golf